Was ist der Sportkongress?
Der Sportkongress ist eine Informationsveranstaltung und Kommunikationsplattform für Vereinsvertreter:innen aus Stadt und Region Hannover. Den Besuchenden soll die Möglichkeit geboten werden, sich in einem von drei Foren über sportpolitische Fragen zu informieren, sich Anregungen zu holen und untereinandner auszutauschen.
Impulse und Anregungen für Dich und Deinen Verein!
15. Sportkongress des Regionssportbundes: Impulse für Vereine zwischen KI, Ehrenamt und Klimaschutz
Der RSB-Sportkongress ist inzwischen ein wichtiger Treffpunkt für Sportbegeisterte, Vereinsvertretende und Ehrenamtliche in der Region Hannover geworden.
Rund 200 Engagierte aus Sportvereinen, Politik und Verwaltung sind zum 15. Sportkongress des Regionssportbundes Hannover (RSB) im Haus der Region zusammengekommen. Die Veranstaltung bot zahlreiche Impulse für die Vereinsarbeit – von Künstlicher Intelligenz über neue Wege der Ehrenamtsgewinnung bis hin zu Nachhaltigkeit und Klimaanpassung im Sport.
RSB-Vorstand Ulf Meldau eröffnete den Kongress und begrüßte die Teilnehmenden sowie zahlreiche Gäste aus der Region. Besonders begrüßte er unter anderem den Ehrenvorsitzenden Joachim Brandt sowie den Ersten Regionsrat und Dezernent Umwelt, Klima, Planung und Bauen Jens Palandt. Ziel des Kongresses sei es, Vereine bei aktuellen Herausforderungen zu unterstützen und neue Perspektiven für die Vereinsentwicklung aufzuzeigen.



Der Austausch untereinander und mit Expertinnen und Experten ist für unsere Vereine enorm wichtig. Wir möchten Impulse geben, die direkt im Vereinsalltag umgesetzt werden können.
Ulf Meldau, RSB-Vorstand (Sportpolitik)
Jens Palandt würdigte in seinem Grußwort die wichtige Rolle der Sportvereine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt: Sport bringe Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammen und stärke Begegnung, Integration und Lebensqualität in der Region. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es vielerorts schwieriger werde, Menschen für ehrenamtliche Aufgaben im Verein zu gewinnen. Umso wichtiger sei es, die Rahmenbedingungen für Engagement weiter zu verbessern.
Die Region Hannover unterstützt den Sport daher weiterhin durch Investitionen in Sportstätten, Programme zur energetischen Sanierung sowie Maßnahmen zur Förderung von Kinder- und Jugendarbeit.
Jens Palandt, Erster Regionsrat und Dezernent Umwelt, Klima, Planung und Bauen
Besonders hob Palandt hierbei die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Regionssportbund hervor, der rund 185.000 Mitglieder in über 650 Vereinen vertritt.
Auch Dagmar Ernst, Vorstand (Vereinsentwicklung), griff dieses Thema auf. Mit einem persönlichen Beitrag wandte sie sich anschließend an die Teilnehmenden. Ihr zentrales Anliegen: mehr Wertschätzung und bessere Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement.
Ehrenamtliche investieren enorme Mengen an Zeit und Energie – und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Diese produktive Freizeit wird jedoch weder im Bruttoinlandsprodukt noch im Bruttosozialprodukt sichtbar.
Dagmar Ernst, Vorstand (Vereinsentwicklung)
Mit Blick auf politische Debatten kritisierte sie pauschale Zuschreibungen gegenüber engagierten Menschen deutlich. Das Ehrenamt sei eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts – und verdiene entsprechend Anerkennung und Unterstützung.
Gleichzeitig richtete sie einen Appell an die Politik, bürokratische Hürden für Vereine zu reduzieren. Weniger Bürokratie könne ein entscheidender Schritt sein, um neue Menschen für Engagement im Verein zu gewinnen.
In Kürze gibt es auf der Veranstaltungsseite auch Berichte und Fazits aus den einzelnen Foren sowie Impressionen.
Nachberichte aus den Foren
Forum 1: Künstliche Intelligenz in der Vereinsarbeit - Praktische Anwendungen für die Vereinsarbeit
Im ersten Forum ging es um die praktische Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Vereinsalltag. Dagmar Ernst stellte in der Zusammenfassung heraus, dass KI vor allem als Unterstützung beim Formulieren und Strukturieren von Texten dienen kann – etwa für Vereinskommunikation, Förderanträge oder Zusammenfassungen von Richtlinien.
Ein zentrales Thema war das sogenannte „Prompting“, also die Art und Weise, wie Fragen oder Aufgaben an eine KI formuliert werden. Je präziser der Kontext beschrieben wird, desto besser sind die Ergebnisse. Dabei kann die KI beispielsweise unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigen – etwa Texte für Kinder oder für langjährige Vereinsmitglieder erstellen.
Gleichzeitig wurde deutlich: KI ersetzt keine Verantwortung. Die Ergebnisse basieren auf Wahrscheinlichkeiten und müssen immer überprüft werden. Vereinsverantwortliche bleiben letztlich für die Inhalte verantwortlich, die sie veröffentlichen oder weitergeben.
Die Expert:innen ermutigten die Teilnehmenden, ohne Berührungsängste auszuprobieren, wie KI im Vereinsalltag unterstützen kann – beispielsweise beim Entwurf von Förderanträgen oder bei der Ideenentwicklung für Projekte.
Forum 1: Künstliche Intelligenz in der Vereinsarbeit - Praktische Anwendungen für die Vereinsarbeit
Expertin & Praxisbeispiele
- Jörg Nitschmann (KI-Experte, Solutions UG)
- Natascha Philipps (Fördermittelbeauftragte und geschäftsführende Vorsitzende SV Ahlem)
Protokoll:
- Welda Schlimme
Moderation:
- Dagmar Ernst, RSB-Vorstand (Vereinsentwicklung)












































































































