




Bericht zum 26. ordentliche Sporttag am 10.06.2026
26. Sporttag des Regionssportbundes Hannover setzt Zeichen für Ehrenamt, Mitbestimmung und Zukunftsfähigkeit
Delegierte beschließen Satzungsreform – Vorstand einstimmig entlastet – zahlreiche Ehrungen für herausragendes Engagement
Mit klaren Beschlüssen, wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft und zahlreichen Ehrungen verdienter Persönlichkeiten ist der 26. Sporttag des Regionssportbundes Hannover (RSB) im Haus der Region Hannover zu Ende gegangen. Rund 250 Delegierte sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Sport folgten der Einladung des RSB und machten deutlich: Der organisierte Sport in der Region Hannover ist gut aufgestellt, handlungsfähig und bereit, die Herausforderungen der kommenden Jahre aktiv anzugehen.


Begrüßung
Der Vorsitzende (Sportpolitik) des Regionssportbundes Hannover, Ulf Meldau, begrüßte die Teilnehmenden und machte bereits zu Beginn deutlich, welche Bedeutung der organisierte Sport für die Region hat:
Wir vertreten hier und heute 644 Vereine mit rund 181.000 Mitgliedern. Das zeigt eindrucksvoll, welche Kraft und gesellschaftliche Bedeutung der Vereinssport besitzt.
In seinem Bericht spannte er den Bogen von Ehrenamt und Vereinsentwicklung über Sportstättenbau und Ganztag bis hin zur Sportpolitik. Dabei wurde deutlich, dass der Regionssportbund auch künftig als starker Partner seiner Mitgliedsvereine auftreten möchte.
Der Regionssportbund Hannover versteht sich als Dienstleister für seine Vereine. Fordert uns – wir helfen, wo wir können.
Gleichzeitig unterstrich Meldau die Bedeutung einer offenen und konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb des organisierten Sports:
Wir stehen mit unserem Dachverband und unseren Partnern in einem guten Austausch. Das bedeutet nicht, dass man immer einer Meinung sein muss. Gerade unterschiedliche Auffassungen gehören zu einer lebendigen Demokratie und können wichtige Entwicklungen anstoßen. Entscheidend ist, dass man miteinander im Gespräch bleibt.

Grußworte
Breite Unterstützung aus Politik und Sport
Der Sporttag fand erneut im Haus der Region Hannover statt. Als Gastgeber begrüßte der Regionssportbund den Ersten Regionsrat und Dezernenten für Umwelt, Klima, Planung und Bauen, Jens Palandt, sowie die neue Dezernentin für Bildung, Kultur und Baumanagement, Isabella Gifhorn.
In seinem Grußwort würdigte Jens Palandt die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Region Hannover und Regionssportbund.
Er hob hervor, dass die Sportvereine weit mehr als reine Sportangebote leisten:
Sie schaffen Begegnungen, fördern Integration, stärken demokratische Werte und übernehmen wichtige gesellschaftliche Verantwortung. Besonders die gemeinsame Arbeit in den Bereichen Nachhaltigkeit, energetische Sportstättensanierung und Klimafolgenanpassung seien Beispiele dafür, wie Sport und öffentliche Hand erfolgreich zusammenarbeiten können.
Auch Ulf Meldau stellte die gute Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung heraus:
Wir haben sportpolitisch sehr gute Drähte zur Region Hannover gespannt, führen regelmäßig Gespräche und sind über verschiedene Formate eng mit Politik und Verwaltung vernetzt.
Zu den Gästen des Sporttages zählten auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Sport, darunter mit Henning Schünhof, Ingo Klokemann und Olaf Kruse auch drei Bürgermeister aus der Region Hannover.
Besonders begrüßt wurden außerdem die Kandidierenden für das Amt der Regionspräsidentin beziehungsweise des Regionspräsidenten der Region Hannover: Eva Bender, Dr. Oliver Junk, Sinja Münzberg, Robert Reinhardt-Klein sowie Oliver Wempe.
Aus den Reihen des Sports nahmen unter anderem die Ehrenpräsidentin des Stadtsportbundes Hannover, Rita Girschikofsky, der ehemalige Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, Günter Distelrath, das Ehrenvorstandsmitglied des RSB, Jutta Freitag, Vertreter der Kreis- und Stadtsportbünde sowie zahlreiche Fachverbandsvertretende teil.


Totenehrung - Gedenken an Karl Kellner und die Verstorbenen des Sports
Zu Beginn des Sporttages gedachten die Delegierten der verstorbenen Mitglieder der Sportfamilie.Stellvertretend wurde an Karl Kellner erinnert, der am 15. Februar 2025 im Alter von 91 Jahren verstarb.
Von 1975 bis 1996 engagierte sich Karl Kellner in verschiedenen Funktionen für den damaligen Sportkreis Hannover-Land, dem Vorgänger des heutigen Regionssportbundes Hannover. Für seine Verdienste wurde er unter anderem mit der Goldenen Ehrennadel des Regionssportbundes Hannover und der Goldenen Ehrennadel des LandesSportBundes Niedersachsen ausgezeichnet.
Tot ist nur, wer vergessen wird. Wir aber behalten unsere Sportfreunde in lebendiger Erinnerung!
Ulf Meldau, Vorsitzender (Sportpolitik)

Ehrungen
Der 26. Sporttag umfasste auch bedeutende Ehrungen für herausragendes Engagement im Sport, darunter die Verleihung der bronzenen, silbernen und goldenen Ehrennadeln des LandesSportBundes Niedersachsen. Diese Ehrungen würdigen das unermüdliche Engagement und die herausragenden Leistungen von Einzelpersonen in verschiedenen Sportringen und Fachverbänden.
Ehrungen des Regionssportbundes Hannover
• Ulrich Springhorn, ehemals Sportring Wunstorf (RSB-Ehrennadel in Bronze) – langjähriges Engagement im Sportring Wunstorf sowie als Kassenprüfer des Regionssportbundes.
• Jürgen Harfst, ehemals Fachverband Turnen (RSB-Ehrennadel in Gold) – jahrzehntelanger Einsatz für den Turnsport und die Verbandsarbeit.
Ehrungen des LandesSportBundes Niedersachsen
• Berthold Kuban, Sportring Barsinghausen (LSB-Ehrennadel in Bronze)
• Dagmar Ernst, Vorstand (Vereinsentwicklung) des Regionssportbundes Hannover (LSB-Ehrennadel in Silber)
• Jörg Bohlen, Fachverband Judo Region Hannover (LSB-Ehrennadel in Silber)
• Karl Levin, ehemals Fachverband Segeln (LSB-Ehrennadel in Silber)
• Dr. Dieter Borvitz, Fachverband Radsport Region Hannover (LSB-Ehrennadel in Gold)
• Harald Gries, ehemals Sportring Hemmingen (LSB-Ehrennadel in Gold)
• Carsten Elges, Vorstand (Sportringe) des Regionssportbundes Hannover (LSB-Ehrennadel in Gold)
Zudem für die Verleihung der Niedersächsischen Sportmedaille wurde vorgeschlagen:
• Karl Günther Wieneke, Sportring Isernhagen– langjähriges herausragendes Engagement im organisierten Sport.
Mit großem Applaus verabschiedete der Sporttag zudem Carsten Elges aus dem Vorstand des Regionssportbundes. Seit 2018 hatte er als Vorstand Sportringe die Arbeit des Verbandes maßgeblich geprägt und erhielt zum Dank eine Erinnerungs-Collage sowie einen Gutschein.
Urkunde in Würdigung hervorragender Verdienste zur Förderung des Sports und in Anerkennung unermüdlichen Eintretens für seine Ziele.
Einleitungstext der LSB-Urkunden

Parlamentarischer Teil
Zu Beginn des Parlamentarischen Teils nahm der Vorstand die Möglichkeit in Anspruch ein Tagespräsidium zu wählen.
Der Vorschlag des Gesamtvorstandes wurde einstimmig angenommen:
Beim 26. Sporttag unterstützte den Vorstand daher wie schon bei den beiden letzten Sporttagen als Tagespräsident Heinz Kistner (Schützengesellschaft Sorgensen), als Beisitzerin Cornelia Kampmann (Ruderverein für das „Große Freie“ Lehrte/Sehnde) sowie als Beisitzer Jörg Schwieger (TSV 03 Sievershausen).
Bericht des Vorstandes
Ein weiterer wichtiger Punkt auf dem Sporttag war der Bericht des Vorstandes, in dem Ulf Meldau auf die Herausforderungen und Erfolge der letzten Jahre einging. Er verwies einleitend auf die Berichte des Vorstandes, der Sportringe und Fachverbände zum Nachlesen im Berichtsheft zum Sporttag.
Ehrenamt bleibt Schlüsselthema
Einen zentralen Schwerpunkt seiner Rede widmete Ulf Meldau dem Ehrenamt. Die Gewinnung neuer ehrenamtlicher Funktionsträgerinnen und Funktionsträger sowie qualifizierter Übungsleitungen bleibe eine der größten Herausforderungen für die Vereine.
Die Bürokratie ist und bleibt leider ein großer Feind des Ehrenamtes. Wer sich für die Gesellschaft engagiert, sollte Unterstützung erfahren und nicht durch zusätzliche Hürden ausgebremst werden.
Der Regionssportbund werde deshalb seine Vereine weiterhin aktiv bei Zukunftsthemen wie Vereinsentwicklung, Ehrenamtsgewinnung, Qualifizierung und Digitalisierung unterstützen.
Ganztag als Chance für den Vereinssport
Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt die Ganztagsbetreuung an Schulen. Gemeinsam mit dem Partner „Kollektiv 17“ hat der Regionssportbund Anfang 2026 das Kompetenzzentrum Ganztag (KOGA) eröffnet und bereits Trägerschaften an vier Schulen übernommen.
Meldau sieht darin große Chancen für die Vereine:
Wir wollen Vereinen helfen, sich professioneller aufzustellen und gleichzeitig Kindern den Zugang zum Vereinssport erleichtern. Die Ganztagsschule kann ein wichtiger Türöffner für die Zukunft unserer Vereine sein.
Sportstättenbau bleibt Erfolgsmodell
Besonders positiv bewertete der Vorstand die Entwicklung im Bereich Sportstättenbau. Zahlreiche Vereine konnten in den vergangenen Jahren von Fördermitteln auf Landes-, Regions- und kommunaler Ebene profitieren.
Meldau sprach von „bombastischen Zahlen“ und bezeichnete die Verbesserung der sportlichen Infrastruktur weiterhin als eine der wichtigsten Aufgaben des Regionssportbundes.
Lob fand dabei insbesondere die Digitalisierung der Förderverfahren, die zu einer deutlichen Vereinfachung der Antragstellung geführt habe.

Solide Finanzen und einstimmige Entlastung
Vorstand Finanzen und Verwaltung Armin Rückert stellte die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 sowie die Haushaltsplanungen der kommenden Jahre vor.
Die Kassenprüfer bescheinigten dem Vorstand eine ordnungsgemäße, transparente und vorbildliche Haushaltsführung. Sämtliche Prüfungen verliefen ohne Beanstandungen.
Der Kassenprüfbericht wurde stellvertretend vom Kassenprüferobmann Ulrich Springhorn, Tennisclub Großenheidorn (Wunstorf) vorgestellt. Die Prüfer hatten keine Beanstandung an der Kassen- bzw. Buchführung. Der Sporttag folgte daraufhin einstimmig dem Vorschlag, den Vorstand für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 zu entlasten.
Auch der Nachtragshaushalt 2026 sowie die Haushaltspläne für die Jahre 2027 und 2028 wurden beschlossen.
Besonders hervorgehoben wurde dabei die solide Finanzpolitik des Verbandes. Trotz steigender Kosten plant der Regionssportbund derzeit keine Beitragserhöhung für seine Mitgliedsvereine.





Beschlüsse & Wahlen
Satzungsreform schafft mehr Gleichbehandlung und weniger Bürokratie
Einen Schwerpunkt des Sporttages bildeten die beschlossenen Satzungsänderungen. Mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit verabschiedeten die Delegierten eine grundlegende Reform der Mitbestimmung.
Künftig wird der Sporttag nicht mehr über ein Delegiertensystem organisiert. Stattdessen gilt das Prinzip: Ein Verein, ein Fachverband und ein Sportring – eine Stimme.
Der Regionssportbund reagiert damit auf den Wunsch vieler Vereine nach einer einfacheren und unbürokratischeren Beteiligung. Gleichzeitig wird die Gleichbehandlung aller Mitgliedsorganisationen gestärkt.
Ebenfalls beschlossen wurde die Umwandlung der bisherigen Vorstandsfunktion „Sportringe“ in die neue Funktion „Netzwerk“. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Vereinen, Fachverbänden, Kommunen und weiteren Partnern weiter auszubauen.Auch die neue Jugendordnung der Sportjugend wurde einstimmig bestätigt.
Wahlen bestätigen Kontinuität und neue Impulse
Wahlen
Zunächst wurden die auf dem Jugendsporttag am 26.02.2026 für vier Jahre gewählten Jugendausschussmitglieder vorgestellt mit Stephanie Kühnen (TSV Schwarz-Weiß Hannover), Luca Mätschke (SV Lindwedel-Hope), Nils Nebel (SG Everloh-Ditterke) sowie Anna-Lena Schrader (TSV Germania Arpke). Neu in den Jugendausschuss gewählt wurden die ehemalige BFDlerin der Sportjugend Emilia Krieg und ihre aktuelle Nachfogerin Marie Becker. Weitere Beisitzende sind Justin Schultz vom TSV Bemerode, Florian Aichmeier (MTV Gifhorn), Hagen Tute (SV Dedensen) sowie Luca Rustein vom MTV Immensen.
Es folgten die aktiven Abstimmungen. Zur Wahl standen turnusmäßig der BGB26-Vorstandsposten Vorstand (Vereinsentwicklung) sowie Vorstand (Sportentwicklung) und Vorstand (Netzwerk), ehem. Sportringe.
Bei den Vorstandswahlen wurden alle vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten mit großer Zustimmung gewählt:
• Dagmar Ernst (VfB Pattensen) wurde als Vorstand (Vereinsentwicklung) bestätigt.
• Katharina Lika (TSV Groß Munzel) wurde als Vorstand (Sportentwicklung) wiedergewählt.
• Neu in den Vorstand gewählt wurde Karsten Heimberg (SV Gümmer) als Vorstand (Netzwerk).
Auch die turnusmäßigen Wahlen der Kassenprüfer standen auf der Tagesordnung.
Für weitere vier Jahre wurden Gunter Rust vom SV Butteramt (Wunstorf) sowie Ulrich Springhorn vom Tennisclub Großenheidorn (Wunstorf) als Kassenprüfer bestätigt.
Als Ersatzkassenprüfer wurde Till Reichenbach vom Schützenverein Elze (Wedemark) wiedergewählt. Darüber hinaus wurde Arne Claassen vom TSV Rethen (Laatzen) für die verbleibende Amtszeit von zwei Jahren als weiterer Ersatzkassenprüfer gewählt. Die Nachwahl war erforderlich geworden, nachdem Susanne Nordmann ihr Amt zur Vermeidung einer Interessenkollision niedergelegt hatte.
Sie bilden zusammen mit den vor zwei Jahren ins Amt gewählten Kassenprüfer Reinhard Faßhauer, Schützenverein Langenforth (Langenhagen) und Ersatzkassenprüfer Michael Hauber vom MTV Ilten das Gesatmteam der Kassenprüfenden.
Mit den Wahlen bestätigten die Delegierten sowohl die Kontinuität in wichtigen Funktionen als auch die Bereitschaft weiterer Ehrenamtlicher, Verantwortung für den organisierten Sport in der Region Hannover zu übernehmen.













































