Was sind die Sterne des Sports?

Die „Sterne des Sports“ sind eine Auszeichnung, die an Sportvereine für ihr soziales Engagement vergeben wird. Der gesellschaftliche Einsatz innerhalb des Breitensports wird mit diesem Preis belohnt, nicht die sportliche Höchstleistung. Den „Sternen des Sports“ geht es um die B-Note, nicht die A-Note. Dieser Wettbewerb würdigt kreative, innovative Projekte in Bereichen wie Gesundheit, Jugendarbeit, Integration, Gleichstellung.

Seit 2004 vergeben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volksbanken Raiffeisenbanken die „Sterne des Sports“ verbunden mit einer Geldprämie auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Jährlicher Höhepunkt ist die Verleihung des „Großen Stern des Sports“ in Gold an den Bundessieger im Rahmen einer feierlichen Abschlussgala in der Hauptstadt.

Mit der Initiative „Sterne des Sports“ soll auf die Verdienste des Breitensports aufmerksam gemacht und diese entsprechend gewürdigt werden. Diese Auszeichnung möchte die Vereine motivieren, Projekte zu gründen, die auf die besonderen Probleme vor Ort reagieren. Die „Sterne des Sports“ möchten außerdem die Vereine fördern, sie in ihrer Vorbildfunktion stärken und Andere zur Nachahmung anregen.

In der Region Hannover werden die "Sterne des Sports" von der Hannoverschen Volksbank in Zusammenarbeit mit dem Regionssportbund und dem Stadtsportbund Hannover ausgeschrieben.

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsphase endet am 30.6. eines jeden Jahres.

Fabienne Königstein übernimmt Schirmherrschaft - Jetzt für die „Sterne des Sports“ 2026 bewerben

Die „Sterne des Sports“ gehen 2026 in die 23. Runde: Die Hannoversche Volksbank und ihre Niederlassungen Volksbank Celle und Volksbank Hildesheimer Börde starten gemeinsam mit dem Stadtsportbund und dem Regionssportbund Hannover sowie den Kreissportbünden Hildesheim und Celle erneut die Suche nach Sportvereinen mit herausragendem gesellschaftlichem Engagement. Als Schirmherrin konnte die Hannoversche Volksbank die erfolgreiche Marathonläuferin Fabienne Königstein gewinnen – frisch gekürte deutsche Vizemeisterin beim Hannover-Marathon. Bewerbungsschluss: 30.06.2026

Fabienne Königstein weiß, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit in Sportvereinen ist. Mit ihrer Schirmherrschaft rücken wir dieses Engagement noch stärker ins öffentliche Bewusstsein.

Jürgen Wache, Vorstandsvorsitzender der Hannoverschen Volksbank

Für Wache sind die „Sterne des Sports“ ein Herzensprojekt, welches er von Beginn an begleitet. So hat er es sich nicht nehmen lassen, kurz vor dem Ruhestand letztmalig zur Bewerbung aufzurufen. 

Auch Fabienne Königstein engagiert sich mit Überzeugung:

Die Ehrenamtlichen in den Vereinen leisten beeindruckende Arbeit und bringen immer wieder neue Ideen ein. Ich freue mich auf viele spannende Bewerbungen.

Nominierte und prämierte Vereinsprojekte der letzten Jahre

  1. Platz: AthletikSportVerein Wunstorf Südaue mit dem Projekt „Vielfalt verbindet: Kultur, Sport und Inklusion im Einklang“ - Das Projekt „Vielfalt verbindet: Kultur, Sport und Inklusion im Einklang“ fördert Gemeinschaft, Toleranz und gegenseitiges Verständnis durch Sport sowie kulturelle Aktivitäten. Ein aktiver und gesundheitsförderlicher Lebensstil wird vermittelt. Sport wird nicht nur als körperliche Betätigung, sondern als Chance zur Persönlichkeitsentwicklung, Empathieförderung und Horizonterweiterung verstanden. Kooperationen mit einer Grundschule, dem Leistungs- und dem Para-Sport sowie kulturellen Veranstaltungen schaffen nachhaltige, inklusive und erlebnisreiche Angebote.
  2. Platz: SV ArnumProjekt „Funsportsparte“ - Die „Funsportsparte“ des Vereins begann mit der Gründung einer „Five-a-Side“-Handballmannschaft. Inzwischen sind Dart und 3x3-Basketball dazugekommen. Tamburello und Baseball5 sollen zukünftig angeboten werden. Es werden Schnuppertage und ein Trendsporttag angeboten, in denen Mitmachaktionen an diese und weitere Sportarten heranführen. Das Angebot ist geschlechterunabhängig, ehemalige und aktive Sportlerinnen und Sportler kommen zusammen.
  3. Platz: Eintracht Hildesheim von 1861 mit dem Projekt „Start.Punkt.Landung. – Die junge Messe von Auszubildenden für Auszubildende“ - Unter dem Motto „Start.Punkt.Landung. – Die junge Messe von Auszubildenden für Auszubildende“ fördert der Verein junge Menschen. Die Messe wird von Azubis des Vereins eigenverantwortlich – vom Aussteller-Management über Öffentlichkeitsarbeit und Logistik bis zur Betreuung der Gäste - organisiert. Als Rahmenprogramm können alle Teilnehmenden ihr sportliches Geschick an diversen Stationen testen. Die Messe richtet sich an Ausbildungsplatzsuchende. Unternehmen aus der Region bieten Einblicke in Ausbildungswege. Schulen sind aktiv eingebunden und bereiten Klassen gezielt vor.

 

  1. Platz: Hannoverscher Kanu-Club von 1921 e.V. Seite an Seite im Drachenboot und gemeinsam stark gegen den (Brust)Krebs. Seit 2017 ist das die Mission der Brustkrebs- Drachenbootpaddlerinnen im Hannoverschen Kanu-Club: Der PINK DRAGONISTS und der HANNOVER PINKX. Aktuell paddeln über 70 an Brustkrebs erkrankte Frauen zwischen Mitte 20 und Anfang 60 Jahren. Das gemeinsame Drachenbootfahren hilft den Frauen, die Krebsdiagnose zu bewältigen, während der Therapie Kraft zu tanken, den Mut nicht zu verlieren, sie während der Krebstherapie körperlich zu stärken und im Anschluss zu rehabilitieren. Das Projekt „Paddeln gegen Brustkrebs im HKC“ ist nur durch den Einsatz ehrenamtlich Engagierter möglich.
  2. Platz: Sport- und Schützenverein Schillerslage von 1963 e.V. Bei der Segeljugend des Sport- und Schützenvereins Schillerslage steht nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund. Jedem einzelnen Mitglied wird der Raum gegeben, den er oder sie braucht, sich zu entwickeln mit dem Fokus auf die Persönlichkeitsentwicklung. Dazu gehört auch soziale Kompetenzen zu entwickeln, die eigenen Talente zu stärken und durch die Interaktion mit dem Team weiterzuentwickeln. Dies gilt über Altersgrenzen hinweg und bezieht vor allem auch Kinder und Jugendliche mit ein, die in Schule und Gesellschaft oft stigmatisiert werden. Der Verein kooperiert in Form von Schul-AGs und Segelfreizeiten mit drei Grundschulen, einer IGS und dem Gymnasium. Die Umsetzung des Projektes liegt komplett in den Händen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Vereins.
  3. Platz: Sport als Chance e.V. „HeldInnen der Straße“ ist ein Präventionsprojekt, um den Kontakt zwischen der Polizei und Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Es richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien. Das Projekt wurde aufgrund der schlimmen Vorkommnisse in der Silvesternacht 2022 initiiert, in der u.a. Polizistinnen und Polizisten mit Feuerwerkskörpern beschossen worden sind. Konzipiert, geplant und durchgeführt wurde das Projekt vom Mühlenberger SV gemeinsam mit der Per Mertesacker Stiftung und dem Verein Sport als Chance e.V. Gegenseitige Vorbehalte werden durch persönlichen Kontakt und gemeinsames Fußballspiel abgebaut und gleichzeitig wird das Vertrauen ineinander gestärkt.

Prävention und Rehabilitation Sportverein Region Hannover e.V.
Das Projekt „Selbstverteidigung für Senioren“ richtet sich an Menschen über 50 Jahren. Es soll diese dabei unterstützen, gesundheitlich und koordinativ fit zu bleiben. Es geht um die Verbesserung des Allgemeinbefindens, Sturzprävention und den Umgang mit alltäglichem Problem. Der Verein Prävention und Rehabilitation Sportverein Region Hannover – kurz PUR – bietet auf vielen Ebenen Angebote an und arbeitet hierfür eng mit den Krankenkassen zusammen. “Selbstverteidigung für Senioren“ ist Vorbild in der Weltförderation Vovinam Viet-vo- Dao und findet international Nachahmer.

Sportverein Odin von 1905 e.V.
In spielerischer Art und Weise bietet Rugby in der Schule die einzigartige Chance, die Themen „Gewaltprävention und Integration“ näher zu bringen. Der SV Odin hat dazu gemeinsam mit der Goetheschule eine neue Projektidee als Ergänzung zu den bereits seit 1998 bestehenden Schulkooperationen  realisiert.  Unter  der  Überschrift
„Steigerung der Attraktivität des Faches Sport“ ist der gesamte fünfte Jahrgang der Schule in der Sportart Rugby unterrichtet worden und spielte in einem Turnier mit 12 Mannschaften einen Jahrgangssieger aus. Durch die besondere Spielweise des körperlich kontaktbetonten Rugbyspiels werden Werte wie Fairness, Respekt und Achtung nicht nur beim Spiel im Schulsport vermittelt, sondern auch im normalen Umgang im täglichen Schulbetrieb und somit auch im privaten Umfeld der Beteiligten.

Turnerschaft Großburgwedel e.V.
Die TS Großburgwedel hat ein Schulhandballturnier für die 3. bis 5. Klassen veranstaltet. Das Motto lautete „Vernetzung von Schul- und Vereinssport“. Genau diese Vernetzung ist wichtig, um Kinder auch außerhalb der Schule aktiv für den Sport zu begeistern. Die teilnehmenden Mannschaften hatten vorher im Sportunterricht die Zeit zu trainieren und die Kinder freuten sich, gegen die anderen Schulen im Wettkampf anzutreten. Das Turnier wurde vollständig durch Trainer und Schiedsrichter der TSG begleitet. Nach dem guten Verlauf im März dieses Jahres ist bereits eine Neuauflage geplant.

  1. Platz: Turn-Klubb zu Hannover: "Schwimmoffensive Hannover – eine Region lernt Schwimmen“ - Während der Pandemie mussten nicht nur immer wieder Kitas und Schulen, sondern auch viele Schwimmbäder geschlossen bleiben. Dadurch hat sich ein allgemeiner Trend verstärkt: Zahlreiche Kinder können nicht oder nicht richtig schwimmen. Ein Entgegenwirken durch das Angebot von möglichst zahlreichen Schwimmlernangeboten ist ein wichtiges Anliegen der Region Hannover, die mit den beiden Kooperationspartnern Turn-Klubb zu Hannover und Stadtsportbund Hannover und mit Unterstützung des Regionssportbundes Hannover sowie dem Lehrter SV mehr Anfängerschwimmkurse schaffen konnten. Das Projekt „Schwimmoffensive Hannover – eine Region lernt Schwimmen“ hat von April 2022 bis Sommer 2023 zusätzliche Anfängerschwimmkurse für über 4.000 Kinder in der Region geschaffen.
  2. Platz: Herzschläger e.V.: „Rugby für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS)" - Der noch recht junge Verein Herzschläger e.V. initiiert Sportprojekte für Menschen, welche aufgrund z.B. einer chronischen Erkrankung oder wirtschaftlicher Probleme nicht an regulären Sportangeboten teilnehmen können. Mit dem Projekt „Rugby für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS)" soll Kindern und Jugendlichen eine noch nichtexistierende Möglichkeit zur sportlichen Bewegung gegeben werden. Hierfür arbeiten Rugbytrainer im Tandem mit Ergotherapeuten zusammen. Der Verein kooperiert mit dem Autismus-Zentrum Hannover. Ziel ist nicht, dass irgendwann das „eigentliche Rugby-Spiel stattfindet, sondern es soll im Rahmen der Möglichkeiten der Kinder und Jugendlichen der Weg zum Spiel so weit wie möglich gegangen werden.
  3. Platz: SC Hemmingen-Westerfeld e.V.: „Inklusions-Wasser-Spielplatz“ - Der SC Hemmingen-Westerfeld hat auf seinem Vereinsgelände einen öffentlich zugänglichen Spielplatz gebaut, auf dem Kinder mit und ohne Handicap spielen können, den „Inklusions-Wasser-Spielplatz“. Der Platz ist behindertengerecht gestaltet, so dass auch Rollstuhlfahrende mit anderen Kindern agieren können. Es gibt z.B. einen Wasser-Matsch-Bereich, der ein intensives Spiel mit fließendem Wasser ermöglicht. Weiterhin sind u.a. ein rollstuhlgerechtes Bodentrampolin, Schaukeln, Federwippen und andere Geräte installiert.

MTV Eintracht Celle von 1847 e.V.
Der MTV Eintracht Celle hat sich mit dem Projekt „Neue Sportart: Rhythmische Sportgymnastik“ beworben. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine und der Ankunft zahlreicher Geflüchteter in Celle unterstützten Aleksandr und Evgeniia Andrzheevskaia diese bei der Integration und Ankunft in Celle. Das russische Paar gründete im MTV Eintracht Celle eine neue Sparte. Seitens des Vereins wurden Trainingszeiten organisiert und eine aus der Ukraine stammende Trainerin verpflichtet. Inzwischen sind ca. 60 Mädchen im Alter von 3-10 Jahren Mitglied der Abteilung, mehrheitlich Geflüchtete, und weitere sollen folgen. Aber auch außerhalb des Sports werden die Teilnehmerinnen unterstützt, beispielsweise beim Ausfüllen von Förderanträgen oder der Wohnungssuche.

Schützenverein Isernhagen NB von 1910 e.V.
„NB – from digital to darts” ist das Projekt, mit dem sich der Schützenverein Isernhagen NB beworben hat. Im Frühjahr 2022 hat der Verein beschlossen, den in den 90iger Jahren erbauten Schießstand zu modernisieren und zu digitalisieren. Nach der Fertigstellung kam ein Vereinsmitglied im März 2023 auf die Idee, den neu gewonnen Platz zum Darten zu nutzen. So entstanden auf der renovierten Sportanlage neben fünf Luftgewehrständen zusätzlich je drei Steel-Darts und Soft-Darts-Stände. Der Schützenverein hat so neben einer modernen Trainingsstätte auch eine neue Sparte gegründet, die das Angebot des Vereins um Sportart erweitert.

Turnerschaft Großburgwedel e.V.
Die Handballabteilung der TS Großburgwedel hat durch das Projekt „TSG Handball – nextGen“ die Anzahl der eigenen Schiedsrichter innerhalb von drei Spielzeiten vervielfacht. Mit strukturiertem Vorgehen und neuer Ansprache wurde eine Ausbildungsoffensive umgesetzt, die innerhalb von drei Spielzeiten für 13 vollwertige sowie acht zusätzliche Junior-Schiedsrichter gesorgt hat. Die Ausbildung von Schiedsrichtern sowie das Heranführen von jungen Übungsleitern für die Kinder- und Jugendmannschaften lässt die Abteilung stetig wachsen. Das Einbinden von Jugendlichen erhöht die Bindung im Verein, da dadurch auch unter den Jugendlichen ein altersübergreifender Austausch stattfindet. Gleichzeitig leistet der Verein einen Beitrag zur sozialen Entwicklung junger Menschen und stärkt sie bei der Übernahme von Verantwortung durch aktives Mentoring.

Eintracht Hildesheim von 1861 e.V.  
„TASS – Talent mit Autismus-Spektrum-Störung Schwimmkurse und Wassergewöhnung für Kinder und Jugendliche mit der Autismus-Spektrum-Störung“ ist der Name des Engagements, mit dem Eintracht Hildesheim einen Sonderpreis erhält. Die Kinder und Jugendliche aus dem Spektrum haben bisher in Norddeutschland keine Möglichkeit das nasse Element näher kennenzulernen. In Zusammenarbeit mit dem LandesSchwimmverband Niedersachsen (LSN) stand von April bis Juni ein mobiles Schwimmbecken bei Eintracht Hildesheim auf dem Areal. Durch den Erstkontakt mit dem Wasser wurde den Kindern eine Hemmschwelle genommen und dadurch Sicherheit gewonnen. Durch die Kleingruppe und den geschützten Raum wurde einer Reizüberflutung der Zielgruppe vorgebeugt, sodass ein gezieltes Schwimmtraining erfolgen konnte.

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In der Folge 19 von ON'R' geht es um die Hannoversche Volksbank und ihre Angebote und Förderprogramme für Vereine und ihre Mitglieder.

Marko Volck gibt einen Überblick über das breitgefächerte Portfolio an Unterstützungsmöglichkeiten für Vereine und ihre Mitglieder inklusive Tipps und Hinweisen zu den jeweiligen Rahmenbedingungen und hierbei insbesondere um die "Sterne des Sports" sowie die Crowdfunding-Plattform der Volksbanken "Viele schaffen mehr".

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