21. Jugendtag 2014

Am 13.6.2014 hat um 19:00 Uhr im Sitzungssaal der Region Hannover der 21. ordentliche Jugendtag, die Vollversammlung der Sportjugend im Regionssportbund Hannover e.V., stattgefunden.

Fotos der Veranstaltung.

Bericht

  Um 19:05 begrüßte der Vorsitzende der Sportjugend im RSB, Dirk Musolff, die Delegierten und erklärte den Jugendtag 2014 für eröffnet.

Helga Wienecke, Leiterin Team Jugendarbeit der Region Hannover, hieß zunächst die Versammlung in den Räumlichkeiten der Region willkommen bevor der Vorsitzende der Sportjugend Niedersachsen, Thomas Dyszack, ein paar Worte an die Anwesenden richtete.

Er ermutigte zur Unterstützung der Jugendlichen in der Übernahme interner Aufgaben, damit diese daran lernen und sich entwickeln könnten. Ferner lobte Dyszack die Arbeit des RSB, da dieser es nach wie vor im Gegensatz zu anderen Sportbünden verstehe, die Jugendarbeit finanziell tatkräftig zu unterstützen. Auch fand er dankende Worte für Angebote, wie die der Jugendleiterausbildung auf Norderney: „Junge Menschen dazu zu bringen sich von zu Hause weg zu begeben – in eine vielleicht sogar völlig fremde Umgebung – dazu gehört schon eine Menge zu! Aber das ist natürlich das wovon die Mitarbeit lebt, wovon Jugendarbeit auch lebt: Bleibende, weil prägende Erlebnisse! “

Heribert Giegerich, 1. stellv. Vorsitzender des RSB, dankte dem Vorstand für seine Arbeit und die stets gute Zusammenarbeit. Er gab bekannt, dass er in ein paar Tagen sein Amt niederlegen werde und gab mit Wehmut zu, dass ihm persönlich die Zusammenarbeit mit der Jugend immer viel Freude bereitet habe. Giegerich wünschte dem Vorstand der Sportjugend viel Kraft bei der bevorstehenden Kooperationsumsetzung mit der SSB-Sportjugend und beendete seine Rede mit einem Appell an die anwesenden Delegierten den Jugendlichen den Vorzug des Sporttreibens bzw. einen attraktiven Weg aus der virtuellen Welt aufzuzeigen: „Sport ist real! Und wenn wir die Jugend erreichen und mehr Engagement auch von den Jugendlichen im Bereich des Sports hinbekommen, dann haben wir eine ganz große gesellschaftliche Aufgabe erfüllt! In dem Sinne wünsche ich der Sportjugend, dass sie diese Werte, die vorhanden sind, kompensieren kann durch ihr großes Engagement und wünsche eine gute Zukunft!“

Nach der Genehmigung des Protokolls des Jugendtages 2012, der Tagesordnung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit mit insgesamt 43 Stimmberechtigten (36 Vereinsvertreter, 4 Fachverbandsvertreter, 3 RSB-Jugendausschussvertreter) übergab Dirk Musolff das Wort an Simone Oertel, Bildungsreferentin, Regionsjugendring Hannover, die ein Referat zur „Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes § 72 a Sozialgesetzbuch VIII“ hielt.

Das Ziel sei es, einschlägig vorbestrafte Personen grundsätzlich von der Jugendarbeit auszuschließen. Nach mehr als zwei Jahren und vielen Verhandlungsrunden sei man einverstanden mit dem Ergebnis. – „Mehr leider aber auch nicht“, gab Oertel zu verstehen. Der Gesetzgeber hatte die Idee, das Ziel mithilfe von Führungszeugnissen zu gewährleisten. Dieses müsse in Zukunft von allen Personen eingeholt werden, die in einem besonderen Vertrauensverhältnis mit den Kindern und Jugendlichen stehen, wie z.B. auf Freizeitfahrten mit Übernachtung. - Hierbei geht es nur um Angebote, die vom Jugendamt finanziell unterstützt werden. – Allerdings sei hier die Informationslast eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses kritisch zu betrachten. Der Jugendring hat indes beantragt ein Negativ-Zeugnis zu gestalten, das nur relevante Informationen enthalte.

Im Plenum herrschte Unsicherheit: Es wurde u.a. angemerkt, dass man auf diese Weise Betreuer verlieren könnte, die keine relevanten Eintragungen hätten, jedoch sich davor scheuten private Informationen zu teilen. Eine Wortmeldung kritisierte die sich damit einstellende Entlastung des Hauptamtes. – Im Gegenzug dazu werde die Arbeit der Vereinsvorstände noch weiter belastet. Er sei gezwungen sich das Zeugnis ausstellen zu lassen, andernfalls mache man sich strafbar.

Simone Oertel endete ihr Referat mit dem Hinweis, dass man sich in einem Prozess befinde. Die nächsten Jahre werden ungewohnt, aber werden Grundlage für Anpassungen und Veränderungen sein. - Dirk Musolff machte infolgedessen den Anwesenden Mut bei der Umsetzung. Man solle die sich ergebenden Vorteile betrachten, „denn grundsätzlich hätte eigentlich niemand, der im Jugendbereich tätig ist, etwas derart Schlimmes im Führungszeugnis vorzuweisen, das es zu verbergen gäbe.“

Bei den Nachwahlen der ausgeschiedenen Beisitzer Jaane Peter, Stefanie Wojatzke und Jürgen Born wurden Dominik Winkel, Julian Scholz und Jan Wormuth einstimmig in den Sportjugendvorstand gewählt.

Eine Überraschung war der Rücktritt des stellv. Vorsitzenden, Tobias Donner, der beim nächsten Sporttag als 3. stellv. Vorsitzender kandidiert. Da eine Doppelfunktion nicht möglich ist, hat er sein Amt kurzfristig zur Verfügung gestellt. Weil sich dies erst vor kurzem herauskristallisierte und bekannt wurde, hatte der Vorstand keinen Wahlvorschlag. Nachdem auch aus dem Plenum kein Vorschlag zur Neubesetzung kam, bleibt der Posten bis auf weiteres unbesetzt, kann aber nach erfolgter Änderung der Jugendordnung intern bis zum nächsten Jugendsporttag besetzt werden.