Auf jeden Fall! - Revue auf FSJ im Sport

RSB-FSJ-Projekt 2017/18

Thorge Postrach (BFDler bei SportRegion Hannover, Sportjugend, Finia Kock (FSJlerin bei TSV und TG Sievershausen), Luca Mätschke (FSJler bei RSB-Geschäftsstelle), Lorna Track (FSJlerin bei TSV Groß Munzel und PSV Meeresreiter) und Christoph Schridde (FSJler bei TV E Sehnde und SV Ilten) vorm Haus des Sports

Auf jeden Fall!

RSB-FSJler der ersten Stunde plaudern über Mut, ihr „erstes Mal“ und Kuddel-Muddel und lassen damit das Pilotjahr „RSB FSJ-Projekt 2017/18“ Revue passieren

Das Pilotjahr des RSB-FSJ-Projektes 2017/18 endet in Kürze. Grund genug für die Projektleiterin Luise Zobel vom Regionssportbund Hannover sich einmal mit ein paar FSJlern der ersten Stunde zusammenzusetzen, um das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und Erfahrungen auszutauschen.

Im Haus des Sports trafen sich daher die RSB-Mitarbeiter Luise Zobel (FSJ-Projektleiterin) und Philipp Seidel (Medien und Kommunikation) mit Finia Kock (FSJlerin bei TSV und TG Sievershausen), Lorna Track (FSJlerin bei TSV Groß Munzel und PSV Meeresreiter), Christoph Schridde (FSJler bei TV E Sehnde und SV Ilten), Luca Mätschke (FSJler bei RSB-Geschäftsstelle) und Thorge Postrach (BFDler bei SportRegion Hannover, Sportjugend).

FSJ-Runde lässt vergangene Monate Revue passieren und tauscht sich aus.

Finia Kock & Luca Mätschke

Thorge Postrach & Christoph Schridde

Was habt Ihr in Eurem FSJ-Jahr zum 1. Mal gemacht und musstet dafür all Euren Mut zusammennehmen?

Alle durcheinander: Vor einer Gruppe stehen und diese anleiten, Telefonate mit unbekannten Personen in Anwesenheit von Dritten führen sowie auf fremde Personen zugehen und Gespräche führen.

 

Warum engagiert Ihr Euch ehrenamtlich?

L.T.: Als Übungsleiterin bekomme ich den Lohn meiner Arbeit in jeder Stunde, wenn ich Fortschritte sehen kann und sehe, wie sich die Kinder auf und in meiner Stunde über die Übungen sowie danach schon gleich auf die nächste Stunde freuen.

F.K.: Ich möchte, falls es mein Studium erlaubt, mich auch nach meinem FSJ-Jahr weiter im Verein als Übungsleiterin im Jugendbereich engagieren, da es mir sehr viel Spaß gemacht hat, die Entwicklung der Kinder zu sehen und die Rückmeldung immer sofort zu erhalten.

C.S.: Ich habe mich schon vor meinem FSJ-Jahr in meinem Verein als Trainer engagiert und werde es danach auch weiter tun. Ich habe Spaß daran, mit Kindern zu arbeiten und finde es toll, die Entwicklung der Kinder über die Zeit hinweg zu sehen. Außerdem möchte ich meinen Verein in seiner Arbeit unterstützen.

T.P.: Ich möchte nach meinem FSJ-Jahr neben meinem Studium weiter als Übungsleiter tätig bleiben, denn ich habe früher immer nur von den Ehrenamtlichen im Verein profitiert und möchte jetzt gerne etwas davon zurück geben.

L.M.: Während meines FSJs habe ich einmal mehr festgestellt, dass das Ehrenamt die tragende Rolle im Sport ist. Für mich ist Sport ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich möchte auch anderen die Möglichkeit geben, Sport treiben zu können oder es einmal auszuprobieren, damit auch sie von dem profitieren können, was mir der Sport gegeben hat. Aus diesem Grund engagiere ich mich nach meinem FSJ im Jugendausschuss des RSB. 

 

Was hat Euch in Eurem FSJ-Jahr besonders gut gefallen?

L.T.: Die Führung der Gruppen und die Freude der Kinder und als Familienmitglied im Verein aufgenommen worden zu sein.

L.M.: Vor allem die Projekt -und Seminartage haben mir besonders viel Spaß gemacht. Man hat mit den anderen FSJlern neue Leute kennengelernt und darunter auch neue Freunde gefunden. Die gemeinsamen Tage waren eine super Erfahrung und haben einfach Spaß gemacht.

Ebenfalls hatte ich einfach tolle Kollegen, welche es mir einfach gemacht haben, morgens um 7:30 auf der Arbeit zu sein, denn man hat sich immer gefreut. Dazu kommt, dass man selber mehr Verantwortung übernimmt und einfach das Vertrauen der anderen gespürt hat.

C.S.: Die Seminartage und das Zusammensein mit anderen FSJlern, die Wertschätzung der Rektorin in der Grundschule und das eigene Erarbeiten von Maßnahmen im Umgang mit den Kids in der Schule.

F.K.: Sport mit Kids in verschiedenen Ballsportgruppen, Verantwortung übernehmen zu dürfen, das Vertrauen zu bekommen auch eigene Ideen umsetzen zu dürfen und als volles Familienmitglied im Verein anerkannt zu werden.

T.P.: Über die indirekte Jugendarbeit (Bewegungs-Pass, d.R.) durch Vereine und Schulen im sportlichen Bereich etwas zu erreichen und die Projektwoche in den Schulen, in der ich direkt mit den Kids über den Sport in Berührung gekommen bin.

 

Wie war für Euch die Herausforderung in zwei Vereinen tätig zu sein?

F.K.: Kein Problem, da die beiden Vereine wie eine Familie für mich waren.

L.T.: Ein Ausgleich, wenn ein Ungleichgewicht bei der Lust auf die Erfüllung der Aufgaben vorliegt.

C.S.: Manchmal anstrengend, da alle Tage der Woche ausgefüllt waren und wenig Spielraum war, um mal ein paar Tage zu entspannen.

T.P.: Es wird zur Gewohnheit.

L.M.: Bei mir war das ja eher nur notgedrungen so. Ich hab es gerne gemacht, weil ich einfach wollte, dass die Kinder Spaß haben und Sport machen können. Trotzdem war es anstrengend und aufreibend, weil sich so der Arbeitstag nur weiter in die Länge zog.

 

Was sollte bei der Aufteilung der Zeit zwischen den Vereinen beachtet werden?

C.S.: Die Einsatzzeit am Wochenende sollte auch bei der Spielbetreuung der eigenen Mannschaft als Arbeitszeit berücksichtigt werden.

F.K.: Die Vor- und Nachbereitungszeit der einzelnen Übungsstunden sollte in die Arbeitszeit ausreichend eingerechnet werden.

 

Welche Aufgaben hast Du in Deinem FSJ-Jahr am liebsten erledigt?

F.K.: Alles, was mit Kindern zu tun hatte, egal ob in der Schule, der Kita oder im Verein.

C.S.: Der Einsatz in der Grundschule und das Leiten von zwei Übungsgruppen im Handball waren meine Highlights.

L.T.: Das Führen der Gruppen. Die Vereinsarbeit im Geschäftszimmer war bei mir weniger beliebt.

T.P.: Die Projektarbeit machte mir total Spaß, ich habe vorher nicht daran gedacht, dass das so aufwendig sein kann. Der Einsatz über unser Projekt in den Schulen hat mir besonders viel Freude bereitet, da ich hier über den Sport direkt mit den Kids in Kontakt kommen konnte.

L.M. Auf jeden Fall die Arbeit bei und an den Veranstaltungen. Einfach mal einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen und Erfahrungen zu sammeln. Der Tag der Veranstaltung war immer das Beste: Hier sieht man einfach, wofür man so viel Zeit und Aufwand investiert hat und das war immer eine tolle Erfahrung. Die Wertschätzung nach meinem FSJ für Veranstaltungen ist jetzt einfach eine ganz andere.

 

Welches Projekt habt Ihr während Eures FSJ-Jahres durchgeführt und wie wurdet Ihr dabei unterstützt?

F.K.: Ich habe im Verein ein Jedermann-Tennisturnier organisiert und durchgeführt. Als Test dafür durfte ich bereits im Vorfeld mit viel Unterstützung von den Vorständen aus den Vereinen ein Kuddel-Muddel-Tennisturnier ausrichten und war damit bestens auf meine Aufgaben vorbereitet. Es hat viel Spaß gemacht und ich konnte dabei sehr viel lernen. Alle haben mich dabei bestmöglich unterstützt.

C.S.: New Media, Einführung einer Sport-App. Würde ich so nicht wieder machen, da es nicht mein Ding war und mir trotz viel Unterstützung von allen Seiten immer wieder Stress gemacht hat. Auch wenn es mir nicht immer Spaß gemacht hat und teilweise auch wirklich sehr stressig war, weil ich immer an den Wochenenden im Einsatz war, habe ich dabei sehr viel gelernt.

L.T.: Ich habe auch die Sport-App von New Media im Verein bei einer Vorstandssitzung vorgestellt und ein Spiel der Fußballer aus dem Verein gefilmt, um die praktische Umsetzung zu zeigen.

T.P.: Im Rahmen der Sportjugend bestreiten alle elf FSJler aus elf Sportregionen in Niedersachen ein gemeinsames Projekt. Über die große Entfernung hinweg und die zeitliche Begrenzung des persönlichen Kontakts war die Kommunikation und die Koordination echt schwierig. Mein Hauptaugenmerk liegt in der Umsetzung meines Projektes „Bewegungs-Pass“ in der SportRegion. Ich bekomme ich viel Unterstützung von allen Beteiligten und erhalte Einblick in alle Bereiche, um ein Projekt umzusetzen.

L.M.: Ich habe zusammen mit meinem Kollegen Philipp Seidel, welcher mir super viel zum Thema Events beigebracht hat, den Männersporttag betreut und organisiert. Es war eine Menge Arbeit und Aufwand, aber wenn man dann beim Männersporttag die glücklichen Teilnehmer und positiven Rückmeldungen bekommt wie bei uns, dann war es all die Arbeit wert. Mir hat das super viel Spaß gemacht. Es war eine tolle Erfahrung.

 

Wie war Eure Erfahrung mit dem RSB-Seminarpaket?

Alle: Idee und Ablauf des Seminarpakets waren gut durchdacht und gestaltet. Gerade die Grund- und Aufbaulehrgänge zu Beginn des FSJ-Jahres waren super, da dort die Grundlagen für die Übungsleitertätigkeit gelegt wurden und die Seminargruppe bereits ganz frühzeitig geformt werden konnte.

Die Seminartage für die Projektarbeit wäre vielleicht etwas früher im Zeitplan besser gewesen, um bei der Findung des eigenen Projektes noch einwirken zu können. Nichtsdestotrotz hat der Tag zum Thema „Wie strukturiere ich mein Projekt“ überzeugt und Spaß gemacht, vielleicht sollte man hier aber auch die finanziellen Fördermöglichkeiten als Thema mitaufnehmen.

Die beiden Projekttage mit den Recken inklusive Besuch des Spieltages und Blick hinter die Kulissen sowie der Einsatz beim Hannover Marathon waren einfach super, da ein Blick hinter die Kulissen und die eigene Mitarbeit beim Gelingen der Veranstaltung nochmal etwas Besonderes darstellt.

 

Zum Abschluss ein persönliches Fazit. Würdet Ihr anderen ein FSJ im Sport weiterempfehlen?

F.K.: Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen!! Bei mir war es so, dass man durch den Sport schnell eine sehr enge Bindung zu den Kindern aufbauen konnte. Außerdem löst Sport für viele Begeisterung aus. Aber natürlich ist es auch sehr schön zu sehen, dass es viele Möglichkeiten gibt, wie man sein Hobby (Sport) im Beruf umsetzen kann.

L.M.: Ich würde jedem, der Interesse an Sport hat, auf jeden Fall ein FSJ ans Herz legen. Es bietet einem die Möglichkeit nach Ende der Schule einen ersten Blick in das Arbeitsleben zu erhalten. Außerdem eignet es sich besonders gut, um weitere Erfahrungen im Umgang mit Menschen/Menschengruppen zu erlangen, Verantwortung zu übernehmen und so sein eigenes Selbstbewusstsein weiterzuentwickeln.

T.P.: Ja, auf jeden Fall würde ich ein FSJ im Sport weiterempfehlen! Vor allem, wenn man ohnehin im Sport aktiv. Wenn man sich eventuell sogar einen Beruf in diesem Feld vorstellen kann, dann kann es einem die Berufswahl erleichtern, weil man wichtige Erfahrungen sammelt und Kontakte schließt.

L.T.: Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen, da man hierbei Sport und Soziales sehr gut verbinden kann und sich außerdem neben der vielen neuen Erfahrungen in diesem Jahr sehr weiterentwickelt, sei es der Kompetenzerwerb oder die Persönlichkeit.

C.S.: Auf jeden Fall!

Luise Zobel (rechts) im Gespräch mit Lorna Track

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Kontakt:

Luise Zobel (Telefon: 0511 800 79 78-71; E-Mail: zobel@rsbhannover.de)

Mehr Informationen zum RSB FSJ-Projekt sowie eine Übersicht der aktuell freien Stellen und suchenden Vereine unter: www.rsbhannover.de/FSJ-Projekt-18-19

Das RSB FSJ-Projekt wird gefördert durch den Sparkassenverband Niedersachsen und die Region Hannover.

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