Sonder-Förderprogramm für die Jugendarbeit im Sport in Coronazeiten

250.000 Euro-Sonder-Förderprogramm von LandesSportBund, Sportjugend und Land Niedersachsen für die Jugendarbeit im Sport in Coronazeiten

die Sportjugend und der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen e.V. stellen kurzfristig ab sofort bis zum Ende dieses Jahres aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen 250.000 Euro für Maßnahmen der Jugendarbeit in Präsenz oder online bereit.

Kinder und Jugendliche sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Junge Menschen brauchen Lern-, Erfahrungs- und Freiräume zur Persönlichkeitsentwicklung. Sie brauchen, neben digitalen Angeboten der Jugendarbeit, auch direkte Kontakte – den Austausch mit Menschen ihrer Altersgruppe sowie älteren Vertrauenspersonen außerhalb familiärer Zusammenhänge und im Sportverein. Aktivitäten der Jugendarbeit im Sport bieten ihnen die Möglichkeit, ihre persönlichen Fähigkeiten und soziale Kompetenzen zu erleben und zu erweitern.

Was kann abgerechnet werden?

Ausgaben für die Anschaffung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen (bei Präsenz-, nicht bei Online-Maßnahmen)

  • Materialien zur Umsetzung der Hygienevorschriften: Desinfektionsmittel und -spender, Mund-Nasen-Schutz, Einweghandschuhe, Einwegtücher etc.
  • Materialien zur Umsetzung der Kontaktbeschränkungen: Absperrband, Bodenmarkierungen, Informationsschilder etc.

Honorare, die unbar gezahlt werden, bis zu einer Höhe von 45€ pro JE. Honorarzahlungen an Übungsleitende/Trainer*innen mit und/ohne Lizenz; insbesondere jedoch qualifizierte Übungsleitende/Trainer*innen, Juleica-Inhaber*innen und pädagogische Fachkräfte sowie online-Tutor*innen undVideofachleute.Honorare, die über eine andere Richtlinie bezuschusst werden oder für Personen, die beim Fördermittelempfänger abhängig beschäftigt sind, sind nicht förderfähig.

Ausgaben für die Anschaffung für digitales Equipment (Kameras, Laptop, Tablet, Stativ, Webcam, Headset etc.) und Spezialsoftware/online-Ausgabenfür Onlineange-bote (Videokonferenzaccounts, virtuelle Sportartensimulationssoftware etc.) sowie Ausgaben für die Erstellung von Lern-und Anleitungsformaten.

Dieses ist im Sinne der Verbesserung der Jugendarbeits-Maßnahmen-Voraussetzungen (analog Lehrgangsvoraussetzungen) zu verstehen. Inventarisierungsvorschriften sind zu beachten. Alle Belege sind auf den Verein auszustellen und von diesem zu bezahlen.

Was kann nicht abgerechnet werden?

  • vorhandene freizeit- und breitensportliche Angebote, Trainingstermine, Punktspiele, sportfachliche Turniere, sportfachliche Wettkämpfe etc.
  • Maßnahmen mit Übernachtung.
  • Standardsoftware wie z. B. Office-Pakete, teure professionelle Spezialsoftware (prof. Video-software), eSports-Spiele außerhalb virtueller Sportartensimulationen.

Bei Fragen zum Antrag Förderprogramm Jugendarbeit in Coronazeit können Sie sich an Karsten Täger ktaeger@lsb-niedersachsen.de oder Britta Norhause bnordhause@lsb-niedersachsen.de wenden.

Der Vorstand der Sportjugend, Reiner Sonntag, und LSB-Präsident, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, sehen das Sonder-Programm, das mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport abgestimmt wurde, als wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Sie sind sich einig: „Besonders im Herbst und Winter kann Sport die Abwehrkräfte der Menschen und ihre gesamte Resilienz stärken. Wann wäre das wichtiger als in der jetzigen Corona-Pandemiephase? Ein starkes und stabiles Immunsystem ist unsere beste Prophylaxe gegen Krankheiten und Ansteckungen. Unsere Sportvereine, die Sportverbände und Landessportbünde in Deutschland sind in der Lage, zahlreiche Sportangebote zu unterbreiten, die auch bei hohen Inzidenzwerten verantwortbar sind, um die o.g. positiven Effekte zu erzielen und damit die Pandemiebekämpfung zu unterstützen. Dies gilt unter anderem für die Mehrzahl der Bewegungsangebote auf Sportfreianlagen, im öffentlichen Raum und auch in großen gedeckten Sportanlagen. Umfangreiche Infektionsschutz-und Hygienekonzepte sind vorhanden und werden bzw. wurden schon erfolgreich umgesetzt. Sie haben sich seit Beginn der Pandemie bewährt und wurden laufend verbessert.“

„Der Gesundheitsschutz ist im Moment das Wichtigste in der Gesellschaft - auch beim Sport! Gleichzeitig helfen der Sport und der Zusammenhalt im Verein vielen Menschen dabei, einen Weg durch die aktuelle Krise zu finden. Sport ist nicht nur gesund, auch die Sportvereine sind ein wichtiger gesellschaftlicher Faktor. Ich freue mich, dass es uns gemeinsam mit dem LSB gelungen ist, den Vereinen zügig und unbürokratisch auch Förderungen für Online-Sportangebote zur Verfügung zu stellen. Die Finanzhilfe des Landes an den organisierten Sport in Niedersachsen kann dabei flexibel eingesetzt werden. Statt der Förderung von Präsenz-Veranstaltungen kann damit schwerpunktmäßig das Online-Angebot bei der Sportjugend gefördert werden.“

Boris Pistorius, Nds. Minister für Inneres und Sport

Hintergrund

Für den organisierten Sport in Niedersachsen sind die Mitgliedsbeiträge sowie die Finanzhilfe des Landes Niedersachsen wesentliche Einnahmequellen. Mit dem Rechtsanspruch auf mindestens 35,2 Millionen Euro Finanzhilfe hat der organisierte Sport ein robustes Fundament.

Das Nds. Ministerium für Inneres und Sport hat bereits zu Beginn der Corona-Krise mit dem LandesSportBund Niedersachsen e.V. (LSB) viele unbürokratische Lösungen gefunden, um notwendige Umplanungen erfolgreich umsetzen zu können. Beispielsweise ist die Förderfähigkeit von Umbuchungen und Stornierungskosten, Absagen von Lehrgängen und Veranstaltungen infolge der Pandemie bereits frühzeitig abgestimmt worden. Zudem können Vereine kurzfristig gefördert werden, die ein Online-Live-Sportangebot oder Online-Videos zur Anleitung von Bewegung und Sport anbieten.

Sportvereine, Landesfachverbände oder Sportbünde, die Übungseinheiten im sportpraktischen Teil und/oder Lerneinheiten in der überfachlichen Jugend- und Jugendbildungsarbeit (von A wie außersportliche Angebote wie z.B. T-Shirt Gestaltung, Umweltaktionen, Kreativwerkstätten – über erlebnispädagogische Outdooraktionen bis Z = Zeit für uns durch finanzielle Unterstützung selbstgestalteter Settings junger Menschen) anbieten wollen, können dafür u.a. Honorarkosten für lizenzierte Übungsleiter oder Juleica-Inhaber, aber auch Ausgaben für digitales Equipment oder Spezialsoftware abrechnen.

Jugendarbeit im Sportverein

Mit der Steigerung der Attraktivität der Angebote für Kinder und Jugendliche soll der Stellenwert der Sportjugendarbeit gesteigert und dadurch eine Motivation zur ehrenamtlichen Mitarbeit für kreative und engagierte Menschen geschaffen werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Förderung.

Es handelt sich hierbei um Mittel aus der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen, die für die sportpraktische und überfachliche Jugendarbeit bestimmt sind – nicht für den laufenden sportlichen Übungsbetrieb oder Wettkampfsport. Die Förderung einer Maßnahme nach dieser Richtlinie schließt eine gleichzeitige Förderung nach anderen Richtlinien der Sportjugend Niedersachsen oder des LandesSportBundes Niedersachsen aus.

 

Fördervoraussetzung ist, das Antragstellende die Gemeinnützigkeit für den Zeitraum von der Zuschussbeantragung bis zur Auszahlung der bewilligten Mittel nachweisen kann. Der Nachweis darf nicht älter als fünf Jahre sein.

Antragsberechtigt sind ordentliche Mitglieder im LandesSportBund Niedersachsen e.V. wie:

  • Sportvereine,
  • Sportjugenden der Sportbünde und
  • Jugendausschüsse der Landesfachverbände.

Mehr Infos unter:

Quelle: Sportjugend Niedersachsen